Ganzheitlich Energetische Massage - Eugen Miemczyk
Alternative Heilverfahren für Sie in Iserlohn

 
Die Geschichte von Matthias

Die Sendung über meinen Sohn Matthias ist am 24 Mai
um 23.15 auf SAT 1 - AKTE 2011 Spezial ausgestrahlt worden.

Für alle, die diese Sendung verpasst haben:

AKTE 20.11- Ärztepfusch

Das ist als zweite Reportage, ungefähr nach 4 Minuten.


Diese Sendung über Matthias
wurde auf WDR am 19 Juni 2012 ausgestrahlt:

WDR AKTUELLE STUNDE- Ärztepfusch


Heute, 09.07.2017 ist der neunte Jahrestag der verpfuschten OP

Ich habe einen kurzen Film gemacht, der zeigt,
wie Matthias das Gehen neu erlernte.



Die nächste Sendung über Matthias wird am 14 Dezember um 22 Uhr ausgestrallt.

SWR    "ODYSSO"


 


"Wenn du denkst, Abenteuer sind gefährlich, dann versucht´s mal mit Routine. Die ist tödlich."

                                                                                                  Paulo Coelho



Diese Geschichte ist so unglaublich, dass sie keiner wirklich wahrnehmen will, sogar unsere guten Freunde sind  sehr skeptisch.darüber.

Es kommen immer mehr Stimmen, dass seine Verletzungen nicht den geschilderten Ausmaß hatten können, sonst dürfte er das Alles nicht überleben und jetzt schon in einem so guten Zustand sein.

Alles, was ich hier bezüglich seiner Verletzungen geschrieben habe, kann ich auch anhang der Dokumentation des Klinikum Essen und späterer nachweisen.

Matthias ist der erste weltweit, der nach einer verpfuschten HNO OP dem dreifachen Tod entkommen ist.

Jede der Folgeschäden nach der Durchtrennung der Arteria carotis interna führte zu einem sicheren Tod:

1. Die Hirndruckentlastende OP wurde erst nach über 6 Stunden gemacht, dabei mussten die beiden Aortas zum Hirn komplett für 20 Minuten abgeklemmt sein- also das Hirn war über 6 Stunden nicht ausreichend mit dem Sauerstoff versorgt und dann musste 20 Minuten ohne jegliche Sauerstoffzufuhr auskommen.

2. Ausgedehnte SAB (Subarachnoidale Blutung) in allen äußeren Liquorräumen, Hauptanteile der SAB im Pentagon und links temporal. Einbruch der Blutung in den 4. Ventrikel. Linkshemisphärisch sind die äußeren Liquorräume verstrichen, das Marklager ist hypodens und die Mark-Rindendifferenzierung ist eingeschränkt.

3. Hämyodynamischer Infarkt im gesamten Mediastromgebiet links.

Das Hirn wurde von 2 Seiten, von innen und von außen regelrecht zerquetscht. Dazu noch die Hämatome und die mangelnde Sauerstoffversorgung!

Alles ist genau in dem ersten Teil- der Unfall geschrieben. Auszüge aus der Dokumentation sin kursiv dargestellt.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, wirft den Krankenkassen einen verantwortungslosen Machtkampf vor.

Man denkt nur noch an das Geld, und die Patienten spielen gar keine Rolle mehr”, sagte er."

Die Krankenkassen schieben den "schwarzen Peter" an die Ärzte mit der gleichen Begründung.

Das, was bei den beiden Aussagen stimmt, sind die leidenden Patienten, die oft unnötig operiert wurden, um einfach das Krankenhaus über die Ufer zu halten, sprich das es nicht pleitegeht und geschlossen wurde oder aber dass der Chefarzt sein „Boni“ für eine bestimmte Anzahl von Operationen bekommt.

Das ist fast wie ein Schneeballsystem- die Krankenkassen kürzen das Geld für eine Untersuchung oder Behandlung- prompt kommt eine Antwort. Es wird mehr operiert und die Kasse der Kliniken stimmt wieder.

Wenn man zu viel und zu lange operiert kommt es immer häufiger zu OP Fehler.

Wieso ein LKW Fahrer nach 8 Stunden Arbeit eine Zwangspause machen muss und ein Arzt 24 Stunden operieren darf?

Gott sei Dank, die Patienten haben immer mehr Mut und wehren sich gegen die Pfuschärzte, wie man immer öfter in der Presse oder im Fernsehen zu lesen und zu sehen bekommt.

Wer an dieser Misere schuld ist:
die Ärzte, die Krankenkassen, oder sogar die Politik?
Oder teilweise alle? Dieser Zustand muss sich aber ändern.

Vielleicht habe ich die Antwort jetzt (2015) im Internet gefunden. Ein Ausdruck aus der Wirtschaftswoche NR. 017 vom 19.04.2014, Seite 088 - Geld & Börse:

„Zwischen 1991 und 2012 ist die Zahl der Behandlungsfälle in deutschen Krankenhäusern um mehr als vier Millionen auf 18 Millionen Behandlungen im Jahr gestiegen, so die "Ärztezeitung". Gleichzeitig aber ist die Zahl der Klinikmitarbeiter um rund 90 000 gesunken, auf zuletzt 694 900. Mehr Behandlungen und weniger Mitarbeiter bedeuten mehr Zeitdruck und damit auch mehr Fehler.“

Wurde das Gesundheitssystem durch die ständigen Gesundheitsreformen „kaputt optimiert“?

Hier muss ich aber auch ausdrücklich betonen, dass es sehr viele Ärzte, auch Therapeuten oder Pflegekräfte gibt, die mit „Leib und Seele“ bei den Patienten dabei sind, um denen zu helfen. Z.B. die Ärzte, bei denen Matthias jetzt in Behandlung ist.

Oder die Ärzte der Uni Klinik Essen, die Matthias gegen ihren „gesunden Menschenverstand“ noch weiter operiert haben um ihn doch noch zu retten, obwohl er fast keine Überlebenschance hatte. Haben sie sich auf ihr Bauchgefühl verlassen?
Danke dafür!

Es kann nicht sein, dass übermüdete Ärzte 24 Stunden Dienst haben oder durch die Krankenhausverwaltung zu unnötigen Operationen gezwungen werden, um das „liebe Geld“ in die Kassen zu spülen.

Vielleicht Mattias „Schicksal“ wird beizutragen, diese Situation zu ändern, oder wenigstens auf die Misere in den Krankenhäusern aufmerksam machen, wer weist das schon.

Hier sind nur meine eigenen Erfahrungen aufgeschrieben, so wie ich die ganze Geschichte erlebt habe, als Vater und Heiler.
Jeder aus der Familie, jede Freundin oder Freund von Matthias, hat das anders gesehen und erlebt, manche völlig anders als ich, und „das ist auch gut so“.

An dieser Stelle möchte ich mich bei Allen bedanken, die uns in dieser schweren Zeit unterstützt haben, sei es durch Gebete, Besuche, oder auch die finanzielle Unterstützung.

Alle namentlich nennen zu wollen würde den Rahmen dieser Geschichte sprengen, deswegen habe ich diese allgemeine Form des Dankes gewählt.

Dennoch geht ein besonderes Dankeschön an Ch. dass sie einfach da war, als wir sie brauchten und mich im schwersten Moment meines Lebens unterstützt hat. Danke!!!

Aber am Bedeutsamsten für Matthias und uns war, dass wir uns nicht alleine gelassen fühlten, wir spürten immer diese Hilfe, besonders aber  habe ich direkt nach dem Unfall die Hilfe durch die Gebete, die mit Glauben an seine Genesung verbunden waren, gespürt.

Für Matthias waren und sind am wichtigsten die Besuche von Freunden, er fühlt sich dann akzeptiert, auch so, wie er jetzt ist, und das gibt ihm den Mut weiter zu üben, um gesund zu werden. Er hat schon sehr viel erreicht, (was niemand am Anfang geglaubt hätte) aber in ihm steckt immer noch viel Potenzial und wir machen ganz brav weiter.


Nochmal herzlichen Dank an Alle.


Man hat Matthias sein ganzes Leben und seine Existenz zerstört. Er hat alles verloren, was für einen jungen Mann wichtig ist: seine Gesundheit, einen sicheren und guten Job, eine wissenschaftliche Karriere, und ein selbständiges Leben. Seine Verlobte hat ihn nach der REHA nicht mehr in die gemeinsame Wohnung rein gelassen und ihn verlassen.

Er ist immer noch auf unsere Hilfe in fast allen Lebensbereichen angewiesen und braucht eine gesetzliche Betreuung in allen Angelegenheiten.

Wir als seine Eltern haben seit Juli 2008 statt Enkelkinder einen Pflegefall. Seit dem Unfall hatten wir keinen richtigen Urlaub, unser ganzes Leben ist jetzt nur auf seine Rehabilitation konzentriert. Wir üben mit ihm zwischen 3 und 5 Stunden täglich, auch an Wochenenden.

Von der ERGO Versicherung, die für den Fall seitens des Krankenhauses zuständig ist, haben wir bis jetzt keinen Cent bekommen. Obwohl man Matthias Leben komplett zerstört hat, fühlt sich niemand für den Unfall verantwortlich. Die Versicherung vertritt die Meinung, dass die Narkose einwandfrei dosiert worden ist und der Operateur auch keine Fehler gemacht hat. Da stellt sich gleich die Frage, wie er bei genügend Narkose während der OP wach werden konnte.

Falls Matthias überhaupt eine „Schuld“ treffen könnte, liegt sie darin, dass er mehr dem Chefarzt und dessen „Schnibi schnabi“- seinen beruhigenden Worten und seinem Selbstlob auf dem Gebiet der Nasenmikrochirurgie als meinen Gefühlen vertraut hat.

Niemand interessiert sich dafür, wovon er jetzt lebt. Er musste sogar sein Bafög zurückzahlen, obwohl er nicht arbeiten kann.

Leider weigert sich die ERGO Versicherung weiter hartnäckig, die OP als Pfusch anzuerkennen, so dass der Gerichtsprozess Matthias nicht erspart wird.
Die Anklage ist schon eingereicht.

Es scheint so, dass die Versicherung lieber Geld für die Sexreisen ihrer Mitarbeiter als für die Entschädigungen verwendet, wie man fast wöchentlich in den Zeitungen lesen kann.

Ich habe noch eine Frage an die verantwortlichen Ärzte, ob sie mit reinem Gewissen weiter arbeiten und auch schlafen können.

Anfang November 2011 haben wir von der ERGO Versicherung eine Klagegegenstellung erhalten, wo noch mal jegliche Fehler während der OP bestritten werden.
Meinen Kommentar zu der Klageerwiderung können Sie in Kürze im III Teil "zu Hause" der Matthias Geschichte nachlesen.


Die ERGO Versicherung hat im Sommer 2011 eine Werbekampagne gestartet, in welcher mit diesem Slogan geworben wurde:


„Wenn Menschen Fehler machen, entschuldigen sie sich.
Wenn Unternehmen Fehler machen, unternehmen sie etwas dagegen.
Darum tun wir beides…“



Wie steht der Slogan zu der Geschichte von Matthias?

Weder die Menschen, sprich die Ärzte haben sich bei ihm entschuldigt, noch das Klinikum. Die Anwältin der ERGO Versicherung bestreitet jegliche Fehler, obwohl wir schon mehrere Fehler (laut Gutachten) nachweisen können.

Es wird einfach auf einen Schicksalsschlag verwiesen.
Matthias ist selber schuld, weil er während der „einwandfreien Narkose“ wach geworden ist und sich selber gegen den Messerpointer gestoßen hat.

Das ist leider für mich, die Physik und den logischen Menschenverstand nicht annehmbar und akzeptierbar.


Dem Chefarzt, Dr. D. war die Situation bei seiner Ankunft mit dem Rettungshubschrauber mit Matthias in Essen vor seinen Fachkollegen so peinlich, das er den Unfallort als eine Niedergelassene HNO Praxis angegeben hatte und nicht die so berühmte HNO Abteilung der Märkischen Kliniken.
So steht es in allen Dokumenten des Klinikum Essen.

Jetzt (Juni 2014) haben wir schon 6 Gutachten von 6 verschiedenen Gutachtern, dazu 3 Stellungnahmen zu den Gutachten. Die 2 Anästhesiologischen Gutachten weisen gravierende Fehler bei der Narkoseführung auf.

Die Lüdenscheider Klinik mit ihrer ERGO Versicherung wissen immer noch nicht, ob bei der OP ein Fehler passiert wurde. Sie spielen weiter auf Zeit und lassen ein 6 Gutachten erstellen, so haben sie wieder die gerichtliche Verhandlung verschoben. Wann schaffen sie das 20-ste Gutachten zu erstellen?

Hofft die ERGO Versicherung auf Matthias ableben?

Oder auf das Ableben der Ärzte, so dass sie als die wichtigsten Zeugen nicht aussagen könnten?

Schließlich ist der Chefarzt, der für die gesamte OP verantwortlich war, schon in diesem Jahr feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden.

Hier muss ich mich aber bei der ERGO Versicherung auch bedanken- so habe auch ich immer mehr Zeit, mich auf das Prozess besser vorzubereiten.


Der Prozesstermin steht schon fest. Die Kammer hat direkt am ersten Tag der Verhandlungen alle beteiligten Ärzte eingeladen, sowie die beiden gerichtlichen Gutachter. Wir, besonders aber Matthias, hoffen sehr, dass endlich die Wahrheit ans Licht kommt und Matthias den Ärzten in die Augen schauen kann.

Werden die Ärzte jede Schuld von sich weiter weisen oder sagen sie endlich die Wahrheit, was da falsch abgelaufen war?

Wird das Matthias "Schicksal", auf den die Märkische Kliniken in Lüdenscheid verweisen, den Namen des Chefarztes, der ihn zu der OP überredet und die OP durchgeführt hatte, tragen?

Wir sind sehr gespannt.

Matthias Geschichte hat aber auch viel Positives in den Vorschein gebracht. Wie ich schon früher geschrieben habe, so viel Mitgefühl und Unterstützung von einem Teil meiner Familie und ganz fremden Leuten hätte ich in den schönsten Träumen nicht erwartet. Das war, nein, das ist immer noch ein fantastisches Gefühl, der wirklich beflügeln kann.

Seine Geschichte hat uns gezeigt, das Wunder, die kleinen, und die ganz großen, passieren auch jetzt, in unserer Zeit- in unserer Gegenwart und nicht nur in der Vergangenheit.

Wir müssen nur eins tun, damit sie passieren- sie ZULASSEN!!!

Das aber ist ganz tief in uns vergraben, vergessen oder wir glauben einfach, dass Wunder nur in der Bibel beschrieben wurden und das war´s.

Die Materielle Welt, in der wir jetzt leben, regiert durch die „Wissenschaft“, die nur das anerkennt, was sie sehen und messen kann, hat keinen Platz für so was wie „Wunder“, "Geistheilung", "Energiearbeit" oder die Engel.

Für alle Skeptiker- das Mikroskop wurde erst vor 200 Jahren entdeckt, damit wurden zum ersten Mal die Bakterien sichtbar gemacht und durch die Wissenschaft nachgewiesen.

Gab´s vor 300, 500, 1.000 oder 1.000.000 Jahren keine Bakterien?

Die Antwort weiß doch jetzt jeder!

Und vor 400 Jahren wurden die, die über Bakterien geredet hatten, auf dem Scheiterhaufen durch die "Wissenschaft" verbrannt.

Manche denken, dass ein Wunder sofort passieren musste und sich nicht über Jahre ziehen durfte. Das sollte so aussehen wie in der Bibel geschrieben wird:

„Steh auf, nimm deine Trage und geh nach Hause!“

So eine Art von Wunder würde ich auch vorziehen, leider es ist nicht immer so. Und ich bin nicht Jesus.
Ich bin aber sehr, sehr DANKBAR, dass auch wenn es so lange dauert, er jetzt kleinere, aber immerhin weitere Fortschritte macht.

Und trotzdem, ich höre immer öfter von anderen, auch Ärzten, dass im Fall Matthias ein Wunder geschehen ist, anders kann man das nicht erklären. Erfreulicher Weise sehen wir immer Fortschritte bei seiner Genesung (nach 8 Jahren seit dem Unfall), nicht so große wie am Anfang, aber immer noch.

Diese Geschichte sollte anderen, die auch auf ähnliche Weise durch das „Schicksal“ oder eine Krankheit betroffen sind, auch deren Angehörigen und Freunden, Mut machen und zu „nicht aufgeben“ animieren. Das können Sie nur erreichen, liebe Leser, wenn Sie das schönste Gefühl, die ein Mensch entwickelt kann, einwenden.

Welches, würden Sie jetzt bestimmt fragen?

Das ist die LIEBE!

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.”
                                        (Paulus, 1 Kor 13,13)

Liebe, die keine Erwartungen oder Bedienungen stellt, die einfach für jemanden, der sie braucht, da ist.

Die nächsten unterstützenden Gefühle, die uns sehr hilfreich werden können, sind Glaube, Hoffnung und Vertrauen.


Wenn wir uns mit einer Krankheit oder einer Situation abfinden und den Kampf aufgeben, haben wir schon verloren.
Wenn wir weiter kämpfen und bis zum Ende nicht aufgeben, können wir verlieren, können aber auch GEWINNEN!!!



Bis zum Matthias Unfall habe ich immer gesagt, dass ich jeden versuche  zu retten, der noch atmet. Matthias hatte nicht selbständig geatmet, und gemeinsam haben wir geschafft, dass er doch noch den schrecklichen Unfall überlebt hatte.

Ich weiß, für viele wird der Kampf sehr schwer sein. Denken Sie, liebe Leser, dass die Hilfe immer da ist, manchmal sehen wir die nur nicht oder wollen aus irgendeinem Grund nicht annehmen. Aber die IST immer da.

Ich gehörte bis zu dem Unfall auch zu diejenigen, die immer Alles ohne fremde Hilfe versucht haben zu meistern.

In der Universitätsklinik in Essen, während der zweiten OP, habe ich auf einmal verstanden, dass ich doch um die Hilfe bitten und die auch annehmen muss. Sonst hätte ich Matthias nicht retten können. Und die Hilfe war wie von einer Zauberhand da.

Natürlich, jeder, der geboren wurde muss auch sterben. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Manchmal kann man um den Zeitpunkt aber ein bisschen "verhandeln".

Dazu passt sehr gut ein Gedicht von Margaret Fishback Powers:

Spuren im Sand

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
dass an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?

Da antwortete er: Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.

Margaret Fishback Powers

Originalfassung des Gedichts Footprints © 1964 Margaret Fishback Powers.
Deutsche Fassung des Gedichts Spuren im Sand © 1996 Brunnen Verlag, Gießen.



Teil I - Der Unfall

Teil II - In der REHA

Teil III - Zu Hause


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